Durch die Klimaänderungen treiben auch Walnüsse immer früher aus, das Risiko für Spätfröste wird dabei für die Kultur ein zunehmendes Problem - die Ertragssicherheit wird dadurch gefährdet.
Bei aufmerksamer Beobachtung stößt man aber immer wieder auf spät bis extrem spätaustreibende Walnussbäume – diese fallen vor allem dadurch auf, dass sie bis Ende Mai aussehen als ob sie abgestorben seien.
Deswegen will die LVWO Weinsberg beginnen solche Genotypen zu sammeln und zu bewerten, um sie für die Allgemeinheit zu erhalten.
Kennen Sie einen Baum, der:
a) In einer frühen Lage (z.B. Weinbaulage/Neckarraum/Baden) NACH Anfang Juni
b) in einer späten Lage (z.B. Schwäbische Alb) NACH Mitte Juni austreibt?
Sollten sie einen Baum kennen, und sich an dieser Aktion beteiligen wollen schlagen wir folgendes vor:
1) Senden sie uns bitte zeitnah mehrere, am besten kräftige und gesunde einjährige Triebe zu.
2) Bitte vermerken sie den Standort, am besten GPS-Daten. Die Herkunftsdaten und der Standort werden vertraulich behandelt und nicht weitergegeben.
3) Für eine Bewertung der Fruchtqualität benötigen darüber hinaus im Herbst etwa 30 repräsentative, getrocknete Nüsse. Bitte merken sie sich das vor!
4) Nüsse der Sorte "Geisenheim 26" treiben bekannterweise 3 Wochen später aus. Wenn ihnen bekannt ist, dass ihr Baum zu diese Sorte gehört, benötigen wir keine Reiser und Nüsse.
Wir danken Ihnen sehr, wenn sie sich an dieser Aktion beteiligen!
(Foto: LVWO Weinsberg: Früh austreibende ‚Weinsberg 1‘)
(Foto LVWO Weinsberg: Spät austreibende ‚Nr. 26‘)
Melden Sie sich bei Rückfragen an:
Christian König
Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Obst- und Weinbau Weinsberg
Tel. 07134504-152
Mail-Adresse:
Adresse für Reiser und Nüsse:
Obstgut Heuchlingen 2
Z. Hd. Klaus Weismann
74177 Bad Friedrichshall“

